Ein Hobby?

Ist das ein Hobby?

So, sie sind Geflügelzüchter? Hühner? Tauben? Gänse, Enten, Park- und Ziergeflügel? Damit verbringen Sie Ihre freie Zeit? Sie stehen wohl auf Zucht (und Ordnung)? Harharhar.

Nicht selten verlaufen Gespräche mit Nichtzüchtern und Nichtgeflügelhaltern so. Die Vorstellung, sich mit Federvieh auseinanderzusetzen scheint völlig abstrus zu sein. Kaninchen sind wenigstens süß! Die kann man knuddeln! Aber Hühner. Die sind doch dumm, oder? Tauben sind gefährlich, die sch*en alles zu und verbreiten Krankheiten! Ein Huhn ist in Folie verschweißt und kostet 1,89€ im Supermarkt!

Oft reagieren Züchter beleidigt, grantig, abweisend. Verständlich, wenn man immer wieder auf unbegründete Vorurteile stößt. Aber für unser Hobby wirbt ein solches Verhalten nicht! Unsere Leidenschaft für das Federvieh sollte es uns wert sein, immer wieder geduldig die Sachverhalte darzustellen, sachlich, aber nicht zwingend emotionslos! Man soll unsere Begeisterung ruhig spüren, vielleicht steckt sie an?
Meistens ist es Unwissenheit der Mitmenschen, wer könnte diese da kompetenter Auskunft geben als wir Züchter?

Wir haben uns ein schwieriges Hobby ausgesucht, keine Frage. Es macht nicht nur Freude, sondern eine Menge Arbeit!

Nun stelle man sich den Alltag eines berufstätigen Geflügelzüchters vor:
Morgens schnell zur Zuchtanlage. Die Tiere müssen gefüttert werden, brauchen frisches Wasser, brauchen Auslauf. Die Eier müssen wir einsammeln, zum Verzehr oder zur Zucht. Sind alle Tiere gesund? Kranke Tiere brauchen Pflege! Danach zur Arbeit. Schwere Arbeit, ob physisch  oder psychisch. Meistens länger als acht Stunden! Abends wieder zu den Tieren, Ställe zumachen. Das alles ist nur die Grundversorgung der Tiere, denn Zucht wurde hier noch keine betrieben!

Zucht heißt die Tiere intensiv zu beobachten, Zuchttiere zusammenzubringen, Eier zu sammeln, zu brüten. Dazu die  Aufzucht der Jungtiere, Gesundheitspflege, Ausstellungen beschicken, sauber machen. Auch unerfreuliche Arbeiten fallen an, wer Geflügel züchtet, muss auch schlachten.

Jetzt ist endlich Wochenende und was tut man? Die Ställe müssen gemistet werden. Das soll Freizeit sein, am Wochenende "Scheiße weg zu machen"?

Und was ist mit Urlaub? Wer pflegt dann unsere Tiere? Man sieht spätestens hier, welche Verantwortung es bedeutet, Tiere zu halten.  Es wird auch gleichzeitig deutlich, wie wichtig es ist, hier in einem Verein zu sein, denn so etwas läuft nur mit gegenseitiger Unterstützung. Ohne unsere Rentner wären wir aufgeschmissen. Denn wer ist denn Tagüber auf der Zuchtanlage und sieht nach dem Rechten? Eben.

Aber dennoch bereichert diese Hobby unser Leben. Wir freuen uns über das Heranwachsen unserer Tiere, an den Erfolgen und der Anerkennung unserer Bemühungen um gesunde, lebhafte und  schöne Tiere. Wer bereits in der Jugend verantworlich für seine Schützlinge handelt, der wird sein ganzes späteres Leben davon profitieren, denn man muss stets mitdenken, einfühlsam sein und scharf beobachten. Man muß lernen, Entscheidungen zu treffen, Arbeit einzuteilen und nicht zuletzt, Ordnung zu halten.

Schließlich ist da noch der Verein. Man trifft sich, tauscht Erfahrungen aus, arbeitet zusammen an der gemeinsamen Zuchtanlage, feiert Feste und richtet Veranstaltungen aus. Macht zwar auch wieder Arbeit, aber man ist stolz auf gemeinsame Leistungen.

Für uns ist klar: Das ist ein Hobby!

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